Diözesan-Caritasverband Eichstätt, 27.02.2012

"Armut macht krank"

Caritas bittet um Unterstützung bei Sammlung vom 5. bis 11. März

„Armut macht krank.“ Unter diesem Motto führt der Caritasverband Eichstätt seine diesjährige Frühjahrssammlung vom 5. bis 11. März durch. „Wo es an Einkommen, Perspektiven und Bildung fehlt, ist Krankheit ein häufiger Begleiter. Arme Menschen werden häufiger und länger krank und sterben in der Regel früher“, schreibt Caritasdirektor Rainer Brummer in seinem Sammlungsaufruf. Armut könne beispielsweise krank machen, wenn ein Mensch plötzlich arbeitslos wird oder wenn Obdachlose ihr Leben auf der Straße verbringen müssen. Auf eine andere Weise arm können den Worten Brummers zufolge aber auch Menschen sein, die Misserfolge und Sorgen haben oder einsam sind. Wenn ein Mensch kaum Anerkennung, Teilhabe oder Wertschätzung erfährt, könne auch dies krank machen. Von Armut und Krankheit betroffene Menschen „brauchen das offene Ohr, ein freundliches Wort, gute Beratung, aber auch finanzielle Unterstützung und politische Vertretung ihrer Anliegen“, so der Caritasdirektor. Damit die Caritas ihre soziale Arbeit auch weiterhin gut erfüllen könne, bittet er um eine „großzügige Spende bei der Frühjahrssammlung 2012“.

Für seelsorgliche Betreuung und benachteiligte junge Menschen

Wie immer bleiben der Caritas zufolge 40 Prozent des Gesamterlöses der Sammlung in den Pfarreien für deren soziale Hilfen und kommen 60 Prozent Aufgaben des Verbandes zugute. Mit 15.000 Euro will dieser die seelsorgliche Betreuung pflegebedürftiger Menschen der Kath./Evang. Sozialstation Bechhofen fördern. Sie möchte verstärkt helfen, dass ihre Patienten angesichts von Abschied und Sterben Kraft und Trost aus der christlichen Verheißung schöpfen können. Dafür sollen Mitarbeitende in der Begleitung schwer kranker Menschen sensibilisiert und Pfarreien stärker aktiviert werden. Das Geld soll unter anderem für eine Honorarkraft und Referentenkosten verwendet werden.

5.250 Euro kommen laut dem Caritasverband benachteiligten Jugendlichen zugute, die auf dem regulären Lehrstellenmarkt nicht unterkommen. Im Rahmen der pädagogisch betreuten Berufsausbildung der Caritas-Werkstätten Ingolstadt streben viele eine Tätigkeit in Lagerhaltung/Logistik an. Um ihre Chancen dort zu erhöhen, sollen in den nächsten drei Jahren über 20 Auszubildende einen Staplerführerschein machen, der aus den Sammlungsmitteln finanziert wird. 95.000 Euro sind nach Mitteilung des Caritasverbandes vorgesehen, um die jährlichen Personal- und Sachkosten der sechs Caritas-Kleiderkammern im  Bistum Eichstätt zu finanzieren. Diese geben kostenlos oder gegen eine geringe Gebühr gebrauchte Kleidung an bedürftige Menschen ab: zum Beispiel „Hartz-IV“-Empfänger, Alleinerziehende oder Menschen mit geringer Altersrente. 250.000 Euro sollen die fünf Erziehungsberatungsstellen im Bistum erhalten, um weiterhin bei vielen Problemen von Erwachsenen wie Kindern, zum Beispiel Scheidungen, professionell psychologisch helfen zu können. Diese Arbeit finanziert zwar überwiegend die öffentliche Hand, doch die Caritas muss nach eigenen Angaben für einen „Rest“ in Höhe einer viertel Million Euro jährlich selbst aufkommen.

 

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