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Stand: 20.05.2014

Pressemitteilung

Zwischenbilanz

Für Langzeitarbeitslose öffnen sich Türen

Menschen wie Andrea Kalkhoff wieder Zugänge zum Arbeitsmarkt zu ermöglichen: das hat sich das Jobcenter Münster in Kooperation mit dem Trägerverbund QuadA (Qualifizierung durch Arbeit) in einem gemeinsamen kommunalen Projekt auf die Fahnen geschrieben. Dem Verbund gehören die Alexianer-Werkstätten, die Arbeitsgemeinschaft Betriebssozialarbeit e. V., Chance e. V., Cuba e. V., die Gemeinnützige SKM GmbH, HFR gGmbH und das Jugendausbildungszentrum JAZ an.

"Ziel ist es, 20 Teilnehmer zu unterstützen, eine geförderte Beschäftigung über einen Zeitraum von 24 Monaten aufzunehmen. Langfristig sollen sie so in den allgemeinen Arbeitsmarkt ohne Förderung integriert werden", sagt Adriana Kerkgeers-Moormann vom Träger Chance e. V. , der das Projekt koordiniert. Bereits nach einem Jahr sind alle 20 Plätze vergeben. Jobcenter und beteiligte freie Träger ziehen deshalb eine erfolgreiche Zwischenbilanz, heißt es in einer Pressemitteilung.

Die Teilnehmer arbeiten entweder bei den Trägern oder externen Betrieben. Das Jobcenter übernimmt für die Dauer von 24 Monaten bis zu 75 Prozent der Brutto-Lohnkosten des Arbeitgebers. Voraussetzung für die Förderung ist, dass der Arbeitsvertrag über 24 Monate läuft und der gesetzliche Mindestlohn eingehalten wird. Die Teilnehmer werden von einem Projektcoach begleitet, weil neben der Langzeitarbeitslosigkeit auch Vermittlungshemmnisse eine Integration in den Arbeitsmarkt erschwert haben. "Dieses kommunal unterstützte Programm bedeutet für die teilnehmenden Menschen, eine Perspektive sich an den Arbeitsmarkt  wieder zu gewöhnen, nicht selten bedeutet es  einen beruflichen wie auch soziokulturellen Neustart,"  betont Ralf Bierstedt der Leiter des Jobcenters der Stadt Münster.

Viele Langzeitleistungsbezieher finden nur schwer oder gar keinen Zugang zum Arbeitsmarkt.  Diese Menschen sind häufig mit vielfachen Problemlagen konfrontiert und haben oder entwickeln eine große Distanz zum Arbeitsmarkt. Je länger die Arbeitslosigkeit vorherrscht,  um so geringer wird auch der Glaube an die Möglichkeiten wieder auf dem Arbeitsmarkt  Fuß zu fassen.  Oftmals gibt es auch kaum noch integrationsperspektivische Förderinstrumente. Hier kann die öffentlich geförderte Beschäftigung, die Arbeit, Qualifizierung und Coaching verbindet, ein guter Weg für einen Neustart sein.

Andrea Kalkhoff hat so die Möglichkeit im Möbel-Trödel-Geschäft des Chance e. V. ganztags als Verkäuferin zu arbeiten. Sie war dort bereits im Jahr 2010 im Rahmen einer Arbeitsgelegenheit beschäftigt gewesen und hatte nach dem Ende der Maßnahme für einige Monate ehrenamtlich für Möbel-Trödel gearbeitet.  "Es ist mir wichtig, jetzt nicht mehr von Hartz IV abhängig zu sein, unter Leuten zu sein und eine Aufgabe zu haben." Leistungsbezieher, die sich für eine öffentliche Beschäftigung interessieren, ob kommunal oder vom Land finanziert,  werden vom Jobcenter auf ihre Zugangsvoraussetzungen überprüft und können sich dann bei den beteiligten Trägern vorstellen.  Für Andrea Kalkhoff haben sich durch das Projekt Türen geöffnet: "Ich bin froh und glücklich hier arbeiten zu können."

Andrea Kalkhoff rechnet ein Schachbrett an der Kasse ab. Durch öffentlich geförderte Beschäftigung hat die Münsteranerin wieder einen Arbeitsplatz, der sie qualifiziert und persönlich stärkt.Andrea Kalkhoff rechnet ein Schachbrett an der Kasse ab. Durch öffentlich geförderte Beschäftigung hat die Münsteranerin wieder einen Arbeitsplatz, der sie qualifiziert und persönlich stärkt.

 

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