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Stand: 20.05.2014

Pressemitteilung

Von Beginn dabei

Jugendausbildungszentrum geprägt

Barbara Rohfleisch hat hunderte von Jugendlichen auf dem Weg in Ausbildung oder Arbeit begleitet.Barbara Rohfleisch hat hunderte von Jugendlichen auf dem Weg in Ausbildung oder Arbeit begleitet.Wenzel

Ansprechpartnerin für hunderte von Jugendlichen und jungen Erwachsenen ist sie  gewesen. Eine herausfordernde Tätigkeit: Jetzt zum Abschied in den Ruhestand blickt Barbara Rohfleisch entspannt zurück: "Ich habe ein gutes Berufsleben gehabt."

Studium und erste berufliche Stationen der heute 65-Jährigen waren vom Aufbruch in der Gesellschaft in den 70er Jahren geprägt. "Wir wollten die Bedürfnisse der Jugendlichen in den Vordergrund stellen." Vier Jahre lebt sie unter anderem in einer Jugendwohngemeinschaft, gründet dafür einen Verein, baut ein altes Krankenhaus um. "Leben und Arbeiten unter einem Dach" war damals die Devise."   Nach einer Stelle im Jugendzentrum Lüdinghausen kommt sie im September 1984 ins neu gegründete Jugendausbildungszentrum. "Es war zu dieser Zeit der Höhepunkt der Jugendarbeitslosigkeit."

Aufgabe von Barbara Rohfleisch damals wie heute: Jugendliche in ihrer Berufsvorbereitung oder Ausbildung sozialpädagogisch zu begleiten. Junge Menschen, die häufig viele Enttäuschungen erlebt haben: in der Schule, bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz. Die frustriert sind. Barbara Rohfleisch nimmt die jungen Menschen an wie sind, begleitet sie durch Hochs und Tiefs. Und erarbeitet gemeinsam mit den jungen Menschen neue Perspektiven. "Im Jugendausbildungszentrum hat sich Barbara Rohfleisch nicht nur in besonderer Weise  für die jungen Menschen engagiert, sondern war stets auch für die Mitarbeitenden eine außergewöhnliche Kollegin", sagt JAZ-Leiterin Marion Berghaus, die sich ebenso wie die JAZ-Geschäftsführer Sebastian Koppers und Thomas Schlickum für den Einsatz bedankt.

 "Es hat mich immer gefreut, dass ich eine längere Zeit mit den Jugendlichen arbeiten konnte", sagt Barbara Rohfleisch. Welche Eigenschaft jemand mitbringen muss, der 33 Jahre mit benachteiligten Jugendlichen arbeitet? Barbara Rohfleisch überlegt kurz: "Psychische Widerstandsfähigkeit, also  die Fähigkeit, Krisen zu bewältigen und sie als Anlass für Entwicklungen zu nutzen." Von dieser Fähigkeit haben zahlreiche junge Menschen und das gesamte Jugendausbildungszentrum profitiert.   

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