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Stand: 20.05.2014

Pressemitteilung

Wie Flüchtlinge eine Wohnung finden

Jürgen Langhans, Alfred Dickhoff und Ursula Grunert-Wissen vom Caritasverband für die Stadt Münster informierten Ehrenamtliche, wie auf dem schwierigen Wohnungsmarkt in Münster die Suche gelingen kann.Jürgen Langhans, Alfred Dickhoff und Ursula Grunert-Wissen vom Caritasverband für die Stadt Münster informierten Ehrenamtliche, wie auf dem schwierigen Wohnungsmarkt in Münster die Suche gelingen kann.Foto: Gregor Wenzel

Jetzt vermittelten die Sozialarbeiter auf einer Informationsveranstaltung Tipps an Ehrenamtliche, die geflüchtete Menschen bei der Wohnungssuche unterstützen.

Klare Empfehlung der Experten: "Sprechen Sie persönlich vor. Vermitteln Sie die Biographie der Wohnungssuchenden. Erläutern Sie, warum der Umzug aus der Übergangseinrichtung in eine Wohnung für die Integration einer Familie so bedeutsam ist." Auch könne es nicht schaden, durchaus häufiger anzufragen. Zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort zu sein: das verspreche Erfolg.

Zunächst gibt es einen Überblick über die münsterischen Wohnungsbaugesellschaften. Einige haben Ansprechpartner, mit denen die Ehrenamtlichen auch schon Kontakt hatten. "Das Problem sind die ellenlangen Wartelisten", sagt eine Besucherin der Informationsveranstaltung im Wohnstift am Südpark. "Wir wissen, dass die Suche mühsam ist", räumen die Caritas-Experten ein. Wichtig: Wenn eine Wohnung in Aussicht ist, müssten schnelle Entscheidungen her. "Daher empfiehlt es sich bereits jetzt einen Antrag auf einen Wohnberechtigungsschein beim Amt für Wohnungswesen zu stellen."  Wer selbst gering verdient und eine Aufenthaltsgenehmigung habe, könne einen Antrag auf Wohngeld stellen. "Viele Vermieter verlangen eine Schufa-Auskunft", berichtet Alfred Dickhoff. Sinnvoll ist auch der Nachweis einer Haftpflichtversicherung. Diese würde durch das Jobcenter gefördert.

Ist eine Wohnung gefunden, müssen Empfänger von Arbeitslosengeld II eine Zustimmung des Jobcenters für den Einzug beantragen. Bei Flüchtlingen, die aus Übergangseinrichtungen ausziehen, kann auch eine Erstausstattung für den Haushalt beantragt werden. Auch ein Kautionsdarlehn wird gewährt, wenn die Miethöhe die entsprechenden  amtlichen Obergrenzen nicht übersteigen. Und schließlich sollten sich die Mieter vom Vermieter eine so genannte "Wohnungsgeberbestätigung" ausstellen lassen. Die ist für die Anmeldung im Bürgeramt notwendig.

Lätitia Huber, Ehrenamtskoordinatorin der Caritas im Fachbereich Migration und Integration, bedankte sich abschließend bei den Referenten für den Vortrag. Die machten den Anwesenden Mut. "Auch wenn es schwierig ist, gelingt es doch immer wieder Wohnungen in Münster auch für sozial Benachteiligte zu finden."

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